Nachlese: Wettkampf Fränkische Schweiz

Das Rennen in der Fränkischen Schweiz liegt schon einige Zeit zurück. Einen kurzen Bericht soll es trotzdem geben, getreu nach dem Motto: Besser spät als nie. Das Rennen war sehr ereignisreich, wenn auch nicht aus sportlicher Sicht.
 
Die Routenplanung sollte die Teams an etlichen Schlössern und Bürgen vorbeibringen. Als Outdoororientierungspunkte waren vor allem der Funkturm in Rotenberg, die Begehung des Staffelberges sowie die Ludwigshöhle mit Fußweg verbunden. Unvorhergesehene Straßensperrungen innerhalb der Strecke erschwerten den Rennverlauf zusehends.
 
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Fels und Burg als stetiger Routenbegleiter

Angetreten waren insgesamt 5 Teams:
 
1. KoKo (Koen und Stefan) als reines DTSG Team
2. AshTo (Tom und Aschisch)
3. KaBe (Ben und Kasia)
4. PimpMyRide (Craig und Felix)
5. Craig (haben leider die Namen nicht mehr finden können).
 
Begleitet wurde das Feld erstmal vom offiziellen Referee Jona, der hinter dem Feld trampte und als Ansprechpartner diente, sowie die Einhaltung des Regelwerkes kontrollierte.
 
Der Rennstart führte die meisten Teams auf die B470, wo sich alsdann ein Wettlauf zwischen verschiedenen Teams entwickelte, die sich immer wieder gegenseitig überholten. Team PimpMyRide erreichte als erstes Team den Bahnhof in Eschenau und konnte die erste Etappe an der Spitze des Feldes beenden. Dieser Erfolg schlug sogleich in Übermut um, der bei Bratwurst und Bier am gegenüberliegenden Maifest ausgelebt werden konnte. Sie sollten den weitergehenden Strapazen des Rennens nicht gewachsen sein und am zweiten Tag erschöpft aufgeben. Dennoch sei an dieser Stelle unser Dank ausgesprochen für einen sehr unterhaltsames Youtube-Filmchen und einen grandiosen Zeitungsartikel, welcher PimpMyRide in den Annalen des Sporttrampens verewigen sollte.
 
 
Als weitaus dramatischer stellte sich das Schicksal von Team Craig heraus. Dieses hatten im frühen Rennverlauf mit der großen Konkurrenz zu kämpfen und fielen ans Ende des Feldes zurück. Auf dem Weg zu Kontrollpunkt 2 wählten sie die A9 als Streckenführung und waren anschließend in einen Autounfall verwickelt. Das Team kam glücklicherweise mit dem Schrecken davon und erlebte außer dem verursachten Stau keine negativen Folgeerscheinungen.
 
Team KoKo setzte sich am zweiten Tag an die Spitze des Feldes und sollte diese Führung auch bis zum Finale nicht mehr abgeben. Sie sollten die eigentlich auf 3 Tage angesetzte Route am zweiten Tag gegen 22:00 Uhr beendet haben. Mit dabei war auch Ben von Team KaBe, welcher allerdings durch teaminterne Differenzen seine Teampartnerin zu Beginn des zweiten Tages verloren hatte und zusätzlich wegen eines unerlaubten Liftes am Rotenburger Funkturm von Referee Jona regelkonform disqualifiziert wurde.
 
Einzig Team AshTo konnte die Route unter Einhaltung der Vorgaben am dritten Tag, kurz vor dem für 18:00 Uhr angepeilten Rennende ebenfalls abschließen. Besonderer Respekt sei hierbei für unseren ersten indischen Sporttramper Aschisch ausgesprochen, welcher bis zu diesem Rennen noch nie getrampt ist und die sportliche Herausforderung angenommen und letztendlich erfolgreich gemeistert hat!
 
Stefan konnte sich mit seinem insgesamt 4. Sieg von Ben distanzieren (3 Siege) und führt nun die vereinsinterne Bestenliste alleinig an. Gleichzeitig beendet er vorerst seine aktive Sporttramperlaufbahn in Deutschland und wird in den nächsten Jahren auf Reisen sein. Im Zuge dessen sind schon erste Ideen für einen Wettkampf in Südamerika (Uruguay) in der Entwicklung. Gleichzeitig hat sich um unseren Sportsfreund Keith (1. Rennen) ein erstes Sporttramperverein in Nordamerika gebildet. Wir werden an dieser Stelle von der weiteren Entwicklung berichten.
 
Zum Abschluß möchten wir noch unsern liebsten Campingplatzbetreiber aus Ebermannstadt zitieren und ihm gleichzeitig einen herzlichen Gruß übermitteln:
 
"Das ist ja mal ne vernünftige Sportart!"
Karl Bieber, 3.4.2014

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