Regelwerk

Nationales Regelwerk Sporttrampen
Ausgearbeitet durch die Deutsche Trampsport Gemeinschaft.
Stand: 31. Januar 2013

 

1. Strecke
 
Die Strecke ist ein unveränderliches, vorab festgelegtes Konzept mit einem spezifischen Start- sowie Endpunkt, welches durch den Standort bestimmter Kontrollpunkte (KP) sowie ihrer zu passierenden Reihenfolge bestimmt wird.
 
Das Organisationskomitee eines Wettkampfes bestimmt diese Strecke. Die Teilnehmer werden über den Verlauf der Strecke mindestens 72 Stunden vor Beginn des Wettkampfes informiert. Es ist den Teilnehmern erlaubt bestimmte KP in einer willkürlichen Reihenfolge zu passieren, insofern dies in der Streckenführung vorgesehen ist. Diese werden mit Buchstaben gekennzeichnet. Jedoch müssen alle anderen KP in einer bestimmten, vorab festgelegten nummerierten Reihenfolge passiert werden.
 
Entlang der Strecke ist es den Teilnehmern erlaubt nicht-öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Dies beinhaltet motorisierte Fahrzeuge, Frachtzüge und -schiffe, sowie den privaten Luftverkehr. Die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln ist verboten. Während der sogenannten Ruhezeit (REST) tritt diese Regel außer Kraft.
 
Die Teilnehmer bewegen sich entlang der Strecke in unzertrennlichen Paaren. Es ist strengstens verboten sich ohne den Partner entlang der Strecke zu bewegen. Es ist jedoch möglich dass die Paare sich in unterschiedlichen Fahrzeugen aufhalten, aber nur wenn diese Fahrzeuge sich gemeinsam als Kolonne fortbewegen. Die Teilnehmer sollten sich ebenso der Möglichkeit bewusst sein, dass sie die Fahrzeuge einer Kolonne gegebenenfalls an verschiedenen Orten (unter verschiedenen Umständen) verlassen müssen, was die Trennung des Paares entlang der Route zur Folge haben kann.
 
2. Identifikation während des Wettkampes
 
Alle Teilnehmer bekommen während des Wettkampes eine Teambezeichnung zugeordnet. Mitglieder verschiedenster Vereine besitzen ihre eigenen Vereinsnummern, unabhängigen Teilnehmern erhalten temporäre Bezeichnungen, welche vor dem Wettkampf mit dem Organisationskomitee abgestimmt werden.
 
3. Start
 
Alle Paare starten vom selben Ort in Intervallen von 5 Minuten. Der entstandene Zeitunterschied wird durch die Ruhezeit (REST) kompensiert. Die Reihenfolge wird vor Beginn des Wettkampes ausgeknobelt. Die maximale Anzahl der teilnehmenden Paare ist 12.
 
4. Zeitberechnung
 
Während des Wettkampfes gilt für jedes Team die lokale Zeitzone beim Start als Referenzzeit. Informationen im Logbuch sowie alle Einträge müssen in dieser Zeitzone erfasst werden, ohne Rücksicht auf das Überschreiten von Zeitzonen oder dem Wechsel in die Sommer- oder Winterzeit während eines Wettkampfes.
 
5. Kontrollpunkte, TIMING
 
Kontrollpunkte (KP) sind Orte zur Registrierung für die Teilnehmer. Diese Orte müssen in der vorab ausgehändigten Streckenbeschreibung deutlich definiert werden. Kontrollpunkte müssen zweckdienlich und für Teilnehmer leicht identifizierbar sein, beispielsweise durch Ortseingangsschilder, Straßenschilder, Sehenswürdigkeiten oder markante Stellen in der Landschaft.
 
Einige nicht direkt erkennbare Kontrollpunkte abseits der Strecke (Geländekontrollpunkte) werden durch ein helles Fähnchen markiert oder durch anderweitige, leicht zu identifizierende Objekte kennbar gemacht (beispielsweise eine Brücke, Steinformationen auf einer Bergspitze, usw.)
 
Eine Kennzeichnung muss sichtbar an jedem Kontrollpunkt angebracht werden. Diese Kennzeichnung bestätigt die Tatsache, dass ein Team den Kontrollpunkt passiert hat. Ist keine Kennzeichnung vorhanden, zählt der Kontrollpunkt als nicht passiert. Kennzeichnungen anderer Teams hinzuzufügen, zu modifizieren oder zu entfernen ist strengstens verboten. Kennzeichnungen werden von oben nach unten angebracht, in der Reihenfolge der angekommenen Paare.
 
Die folgenden Daten müssen auf einer Kennzeichnung notiert werden:
 
 
  • Teambezeichnung und ggf. Vereinsnummer
  • Datum und Uhrzeit bei Ankunft am Kontrollpunkt
  • Übrige REST Zeit zum Zeitpunkt der Ankunft am Kontrollpunkt

 

Während eines Wettkampfes hat jedes Team ein Logbuch zu führen. Das Logbuch gibt die Möglichkeit das komplette Rennen, sowie einzelne Streckenabschnitte und die jeweiligen Aktionen eines Teams zu rekonstruieren. Das Logbuch enthält die folgenden Informationen:
 
 
  • Datum, Uhrzeit und Restzeit des Startzeitpunktes
  • Uhrzeit bei Einstieg in ein Fahrzeug
  • Automarke, ggf. Modell
  • Uhrzeit bei Ausstieg aus einem Fahrzeug
  • Ort des Ausstieges
  • Uhrzeit und Ort bei Sichtung eines anderen Teams, sowie deren Teambezeichnung
  • Start- und Endzeit der Ruhepausen (REST)
  • Zeit bei Erreichen eines Kontrollpunktes
  • Zeiten sowie Kennzeichnungen der vorher eingetroffenen Teams an einem Kontrollpunkt

 

Alle geographischen Namen in einem Logbuch werden in der lokalen Sprache verfasst, in dem sich die Kontrollpunkte befinden. In Ausnahmefällen (China, Naher Osten, Georgien, Russland, usw.) ist es möglich lateinische Buchstaben zu benützen.
 
Fahrlässigkeit oder unzureichende Führung eines Logbuches wird als schwere Regelverstoß geahndet. Um strittige Situationen zu vermeiden ist eine genaue Logbuchführung wünschenswert (besonders im Falle unlogisch gewählter Strecken), dazu gehören jegliche außergewöhnliche Situationen, Beobachtungen und Gedanken während eines Wettkampfes.
 
6. Positionen und Prioritäten
 
Während des Wettkampfes kann es vorkommen dass sich Teilnehmer entlang der Strecke treffen. Dieser Paragraph dient zur Lösung möglicher Konflikte die in solchen Situationen entstehen können.
 
Eine Position ist eine trampbare Stelle in eine bestimmte Richtung entlang der Straße. Diese Stelle muss dem potentiellem Fahrer ausreichend Raum zum anhalten geben. Die Position der Teilnehmer wird bestimmt durch eine PKW-Länge vor, sowie des maximalen Bremsweges unter den jeweiligen Bedingungen hinter ihnen.
 
Das Blickfeld beinhaltet einen Teil der Straße, anliegende Nebenstraßen, Tankstellen, Parkplätze usw., welche den Teilnehmern vorgelagert [in entgegengesetzer Fahrtrichtung] sind sowie mithilfe bestimmter technischer Hilfsmittel (Ferngläser, Feldstecher, etc.), sowie ohne diese Hilfsmittel, sichtbar kontrolliert werden können.
 
Die Teilnehmer müssen eine Position entlang der Straße wählen, insofern andere Teams in Sichtweite sind. Falls keine weiteren Teilnehmer im Blickfeld sind, dürfen die Teilnehmer verschiedene Positionen entlang der Straße nutzen. Sobald jedoch andere Konkurrenten erscheinen, muss das Team eine feste Position beziehen.
 
7. Regeln der Positionsrangordnung
 
Sollten mehrere Paare sich am selben Ort treffen, hat das Paar das zeitlich zuerst angekommen ist Vorang um eine Position zu wählen, und erhält somit Priorität. Falls zwei oder mehr Teams mit dem selben Fahrzeug fahren, muss das zeitlich später angekommen Team die Position an das Team mit Priorität abgeben. Das zeitlich später angekommene Team muss mindestens eine Bremslänge hinter dem priorisierten Teams stehen. Für das zeitlich später angekommene Team ist das Trampen auf der selben Position wie die Konkurrenz, sowie in deren Blickfeld, verboten.
 
Die Position wird als besetzt erkannt bis die Teilnehmer diese zu Fuß oder mit dem Auto verlassen. Eine Position wird als besetzt erkannt sobald ein Teilnehmer eines Teams diese mit den Füßen betritt und diese mit der Definition einer “Position” (siehe Paragraph 6) übereinstimmt.
 
Kontrollpunkte bei denen die Bewegung entlang der Strecke umkehrt wird, werden Umkehrkontrollpunkte genannt. Sollte ein Paar einen solchen Kontrollpunkt passieren, müssen Sie auf ihrem Weg zurück das Fahrzeug verlassen und den Weg für die Konkurrenz an diesem Kontrollpunkt freimachen.
 
Jedem Mitglied eines Paares ist es gestattet jegliche Position einzunehmen, und sich innerhalb dieser zu bewegen oder ihre Grenzen zu verlegen, sofern es nicht die Regeln zu Positionen und Prioritäten (Paragraph 6) verletzt.
 
8. Regeln zur Positionierung
 
Wenn ein Team das Fahrzeug verlässt und auf ein weiteres Team trifft, so wird die Position des zuerst angekommenen Teams durch die Priorität festgelegt und kann nur mit gegenseitigem Einverständnis der Teams verändert werden.
 
Sollte das später angekommene Team sich in entgegengesetzte Fahrtrichtung vom Blickfeld des ersten Teams entfernt, so ist es dem Team mit Priorität gestattet, sich in dieselbe Richtung zu bewegen und somit das später angekommene Team von seinem Ziel abzuhalten. Sollte es dem später angekommenen Team gelingen, sich für einen kurzen Moment dem Blickfeld des priorisierten Teams zu entreißen, so verliert das zuerst angekommene Team seine Priorität. Sollte ein Team sich zu einer neuen Position bewegen und dort beginnen zu trampen (bspw. an einer angrenzenden Straße), so verliert es seine Priorität an der aufgegebenen Position.
 
9. Priorität innerhalb eines Fahrzeuges
 
Falls sich zwei Teams in einem Fahrzeug begegnen, erhält das Team welches zuerst im Fahrzeug ist Priorität. Sobald beide Teams das Fahrzeug verlassen muss das zum späteren Zeitpunkt eingestiegene Team die Position dem ersten Team überlassen. Sollte das erste Team das Fahrzeug vorzeitig verlassen, überholen oder erneut in das Fahrzeug einsteigen, verliert das erste Team den vorherigen Vorrang. Sollten zwei konkurrierende Teams im selben Fahrzeug das Finale oder einen Kontrollpunkt erreichen, wird das erste Team als zuerst angekommen gewertet, ungeachtet ob das zweite, zugestiegene Team das erste zu Fuß überholt. Falls zwischen ihnen ein unabhängiges Team den Kontrollpunkt erreicht, verliert das erste Team, welches ein zweites mitgenommen hat, seinen Vorrang (A-B-C Regel).
 
Auf Streckenabschnitten, die laufend oder rennend zu absolvieren sind, behält das erste Team gegenüber dem zweiten, mitgenommenen Team seinen Vorrang für maximal 15 Minuten ab dem Moment des Verlassen des Fahrzeuges, und nur so lange wie gegenseitiger Sichtkontakt (Blickfeld) besteht. Danach bewegen sich diese Paare unabhängig voneinander.
 
Sollte das zuerst eingestiegene Team das Fahrzeug für einen kurzen Moment verlassen (Tankstelle, Toilette, Polizei) und betritt das Fahrzeug an selbiger Position, behält es seinen Priorität. Sollten zwei konkurrierende Teams sich in zwei unterschiedlichen Fahrzeugen, aber innerhalb einer Autokollone fortbewegen, gilt das Team das zuletzt in ein Fahrzeug eingestiegen ist als unabhängig vom ersten, solange das zweite Fahrzeug nicht als Resultat eines Manövers des ersten Fahrzeuges stoppen musste. Ist dies nicht der Fall, werden die Fahrzeuge als unabhängig voneinander gesehen. Der Erhalt des Vorranges ist dann abhängig vom Moment des Verlassens des Fahrzeuges.
 
Die oben genannte Regel trifft ebenso in Fällen zu, bei denen in einem Fahrzeug (Autokollone) mehr als zwei konkurrierende Teams aufeinander treffen.
 
10. Finale
 
Das Finale beschreibt den Augenblick indem beide Mitglieder eines Teams den Punkt des finalen Kontrollpunkt berühren. Teilnehmer müssen ebenso ihr ausgefülltes Logbuch dem Organisationskomitee übergeben.
 
Die finale Zeit ist die Zeit der reinen Bewegung (die Differenz zwischen dem finalen Moment und dem Startzeitpunkt des Teams, zuzüglich der verbleibenden Ruhezeit), plus möglicher Zeitstrafen. Sollte ein Team nach Ablauf der Frist am finalen Kontrollpunkt eintreffen, wird dieses als ungültig bzw. freiwilliges Verlassen der vorgegebenen Route gewertet. Die bestimmten Fristen zur Ankunft werden vorab für jeden Teilabschnitt des Rennens vorgegeben.
 
11. Verlassen der Strecke
 
Jedes Team ist dazu berechtigt den Wettkampf jederzeit zu verlassen. Sollte ein Team die vorgegebene Strecke verlassen, ist es dazu verpflichtet die absolvierte Zeit zu notieren, ebenso den Ort der Aufgabe und einen Grund. Das Team verpflichtet sich ebenfalls, den Grund des Ausscheidens umgehend an den Schiedsrichter bzw. die Rennleitung des Rennens zu melden. Sollte ein Team einen Kontrollpunkt nach verlassen der Strecke passieren, hat es seinen Status auf der jeweiligen Kennzeichnung mit “Außer Konkurrenz” [Wettkampf verlassen] zu vermerken. Nach verlassen der Strecke entfällt das jeweilige Team aus der Gesamtwertung.
 
Im Falle einer erzwungenen Verzögerung eines Teams, z.B. bei Krankheit, nötiger medizinischer Versorgung, Inhaftierung durch Behörden oder anderen objektiven Gründen, welche unabhängig vom Willen des Teams stattfinden, ist dieses Team dazu berechtigt ein “TIME OUT” [Auszeit] zu nehmen. Es kann dafür die vorgegebene REST-Zeit verwenden. Ein TIME OUT kann nur für ein Zeitinterval verwendet werden, welches durch 24 geteilt werden kann. Der Schiedsrichter eines Rennens hat in letzter Instanz das Recht, über die Berechtigung eines TIME OUT zu entscheiden. Im Falle einer negativen Entscheidung wird die genommene Auszeit als aktiv berechnet.
 
12. Notfall
 
Die Regeln beinhalten für jeden Teilnehmer ein einheitliches Zeichen im Notfall: Horizontal ausgestreckte Arme in entgegengesetzte Richtungen (wie ein T). Das Zeichen für den Notfall darf nur in extremen Situationen genutzt werden und zwingt jeden Teilnehmer, das Rennen unverzüglich zu stoppen.
 
13. Sanktionen für das Brechen der Regeln.
 
Im Falle eines Bruchs der Regeln werden folgende Strafen angewendet:
 
 
  • Multiple Zeitstrafen
  • Absolute Zeitstrafen
  • Disqualifikation

 

Multiple sowie absolute Zeitstrafen werden auf ein Team angewandt, sollte dieses geringfügig vom Regelwerk abweichen (bspw. durch Unvorsichtigkeit), oder im Falle einer schwerwiegenderen Verletzung, sollte es unmöglich sein ein Team zu disqualifizieren.
 
Die Disqualifikation ist eine extreme Strafe und kann im Falle seriöser, schwerwiegender Verletzungen der Regeln erfolgen. Es beinhaltet die Disqualifikation vom Rennen ab dem Moment der Verletzung. Sollten mehrere Teams disqualifiziert werden, werden zwischen ihnen keine Ranglistenplätze vergeben.
 
Mögliche Zeitstrafen werden vom Schiedsrichter nach Erreichen des Finales und der Auswertung des Logbuches auferlegt. Zeitstrafen treten in Effekt ab dem Moment, an dem die Regelverletzung stattfindet.
 
Folgend werden Regelverletzungen sowie deren Strafen gelistet. Keine anderen Aktionen abgesehen von denen hier gelisteten können zu Zeistrafen führen.
 
Regelverletzungen, welche zur Disqualifikation führen:
 
 
  • Der Gebrauch jeglichen öffentlichen Nahverkehres, ebenso Taxis.
  • Der Gebrauch von eigenen (auch gemieteten) Fahrzeugen.
  • Absichtliches verteilen von Desinformationen an andere Teilnehmer.
  • Absichtliches entfernen von Kontrollkarten anderer Teilnehmer.
  • Der Gebrauch physischer Gewalt gegenüber anderen Teilnehmern oder Fahrer (ausser im Falle der Selbstverteidigung), sowie die Anwendung von Aggressionen und Beschimpfungen. Die Anwendung physischer Gewalt oder Beschimpfungen zwischen den Mitgliedern eines Teams verstößt nicht gegen die Regeln.
  • Das Fehlen eines Erste-Hilfe Sets.
  • Absichtliches Ignorieren des Notfallzeichens
  • Absichtliches trampen auf der Position eines anderen Teams oder absichtliche Verletzungen der Prioritäten, sowie absichtlich falsche Änderungen in der Hierarchie des Vorranges.
  • Gefährliches Trampen, welches Notfallsituationen oder gar Unfälle verursachen kann.
  • Verursachen einer Situation, die das Leben des Teampartners gefährdet
  • Das Fehlen bzw. der Verlust des Logbuches
  • Aufteilung des Teams während des Wettkampfes
  • Der Genuss von alkoholischen Getränken während des Wettkampfes, inklusive Bier (Ausnahme bildet die Ruhezeit) und/oder betrunken am Rennen teilnehmen
  • Wiederholtes unsportliches Verhalten

 

Regelverletzungen bezüglich absoluter wie multipler Zeitstrafen:
 
 
  • Gefährliches Trampen kann bis zu 5 Stunden absoluter Zeitstrafe zur Folge haben
  • Der Gebrauch des Notfallzeichens ohne plausiblen Beweggrund kann bis zu 5 Stunden Zeitstrafe auf sich ziehen
  • Verursachen einer für den Teampartner gefährlichen Situation: 8 Stunden
  • Fehlstart - Betreten der Strecke vor der vorgegebenen Startzeit wird mit bis zu 5 Stunden Zeitstrafe geahndet.
  • Fahrlässigkeit in Bezug auf das Logbuch wird mit einer absoluten Zeitstrafe bis zu 3 Stunden geahndet.
  • Absichtliches Positionieren in Sichtweite eines priorisierten Teams, sowie alle anderen Verletzungen von Prioritäten und unzulässige Änderungen der Priorität wird mit einer Zeitstrafe von bis zu 5 Stunden bestraft.
  • Abwesenheit der Kontrollkarte ohne plausible Begründung: bis zu 10 Stunden Zeitstrafe.
  • Unsportliches Verhalten (Beschimpfungen, Beschmutzung von Fahrzeugen oder der Strecke, etc.) wird mit einer Zeitstrafe von bis zu 5 Stunden bestraft.

 

14. Ruhezeit (“REST”)
 
Bei einem Wettkampf können Ruhepausen vorgegeben werden, die sogenannte REST Zeit. Die REST Zeit kann durch die Teilnehmer beliebig aufgeteilt werden, darf jedoch die vom Organisationskommitee vorgegebene maximale REST Zeit nicht überschreiten. Die REST Zeit sowie die Anzahl der erlaubten (Teil-)Pausen werden für einen gesamten Wettkampf festgelegt.
 
Bei Gebrauch der REST Zeit muß Beginn sowie Ende dieser umgehend im Logbuch notiert werden. Solche Daten dürften nicht im nachhinein notiert werden.
 
Die ungenutzte REST Zeit wird zu der finalen Zeit eines Team nach Ablauf des Wettkampfes addiert. Sobald die REST Zeit begonnen ist, ist es für das Team verboten jegliche Schritte zu unternehmen die ein weitere Bewegung entlang der Strecke begünstigen. Dies gilt bis zum Beenden der REST Zeit.
 
Während der Ruhezeit ist es den Teilnehmern gestattet sich in alle Richtungen und mit jedem erdenklichen Fortbewegungsmittel zu bewegen. Nach Beenden der REST Zeit müssen sich die Teilnehmer jedoch wieder an derselben geografischen Position befinden, an welcher Sie diese begonnen haben. Während der REST Zeit verfallen jegliche Vorrangsregelungen.
 
REST Zeit kann ebenso zum Überqueren von Grenzen genutzt werden (REST-B) sowie beim Nutzen von Fähren (REST-F). Rest-B sowie REST-F werden von der allgemeinen Ruhezeit abgezogen.
 
REST-B beginnt ab dem Moment des Erreichen der ersten Grenzkontrolle und endet nach dem Passieren der letzten Grenzkontrolle auf der anderen Seite der Grenze.
 
REST-F beginnt ab dem Moment des Erreichens der Fähre am Ufer und endet mit Betreten des Ufers auf der anderen Seite.
 
15. Schiedsrichter
 
Ein Schiedsrichter beobachtet das Rennen auf allen Abschnitten. Jeder Schiedsrichter kann den Wettkampfteams per Anhalter oder mit öffentlichen, sowie privaten Transportmitteln folgen. Einem Schiedsrichter ist es erlaubt Zeitstrafen auszusprechen, oder Teams vom Wettkampf auszuschließen, falls er Regelverletzungen wahrnimmt. Falls ein Schiedsrichter ein Team zum Anhalten auffordert, darf dies vom Team nicht ignoriert werden. Schiedsrichter halten im Falle des Notsignals immer an. Der Schiedsrichter hat bei der Vergabe möglicher Strafen sowie der Regelauslegung die entgültige Entscheidungskompetenz.. Die Pflichten eines Schiedsrichters beinhalten:
 
 
  • Regeleinhaltung der Teams gewährleisten
  • Kontrollpunkte und Logbücher überprüfen
  • Hilfeleistung für die Teilnehmer in Notfällen
  • Beratung der TeilnehmerInnen bezüglich der Regeln, Route und Equipment
  • Entscheidungen über Regelverletzungen und Zeitstrafen gemäß des offiziellen Regelwerkes

 

Der Schiedsrichter wird über alle taktischen und technischen Neuheiten, die nicht im Regelwerk erwähnt sind, informiert. Informationen über Positionen und Rennverlauf sind vom Schiedsrichter geheim zu halten. Insofern von den RennteilnehmerInnen angezeigt, muss der Schiedsrichter stoppen. Nutzung des Schiedsrichterfahrzeuges durch die Teilnehmer ist verboten. Dem Schiedsrichter ist es nicht erlaubt den WettkampfteilnehmerInnen beim trampen zu helfen.
 
16. Internationale Wettkämpfe
 
Das Regelwerk wurde größtenteils aus dem Russischen übersetzt und den Gegebenheiten der DTSG angepasst. Bei nationalen Wettkämpfen hat das deutsche Regelwerk Priorität, bei internationalen Wettkämpfen tritt das international anerkannte russische Regelwerk in Kraft. Diese kann unter http://transglobal-race.org eingesehen werden.